Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in den Gerichten

Donnerstag, 22. Oktober 2026 19:30

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in den Gerichten

Univ.-Prof. Dr. Anne Paschke
Technische Universität Braunschweig

Die nächste Vortragsveranstaltung der Potsdamer Juristischen Gesellschaft findet in Kooperation mit der Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH am

Donnerstag, den 22. Oktober 2026, 19:30 Uhr,

im Hasso-Plattner-Institut
Haus L, Hörsaal LE-O3
August-Bebel-Straße 88
14482 Potsdam

zum Thema

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in den Gerichten

statt.

Künstliche Intelligenz begegnet uns im Alltag, in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie ist Gegenstand und Instrument von Forschung und Lehre. Nur ein kleiner Teilbereich ist kaum von dieser technischen Entwicklung betroffen: Die Rechtspflege und ihre gerichtlichen Verfahren. Es gibt Pilotprojekte und Ideen, der flächendeckende Einsatz und erst recht die Verankerung in Prozessordnungen steht aber noch bevor.

(Wie) Kann generative KI zukünftig Gerichtsverfahren unterstützen oder gar beschleunigen? Können Urteile mit einem Klick erstellt werden und (wofür) braucht es überhaupt noch Richterinnen und Richter? Schafft der Einsatz von KI bei Gericht mehr Gerechtigkeit oder untergräbt er unseren demokratischen Rechtsstaat?

Prof. Dr. Anne Paschke ist seit 2021 Universitätsprofessorin für Öffentliches Recht, Technikrecht und Recht der Digitalisierung an der Technischen Universität Braunschweig, Direktorin des Instituts für Rechtswissenschaften und Leiterin der Forschungsstelle Mobilitätsrecht. Sie wurde mit der Arbeit „Digitale Gerichtsöffentlichkeit“ promoviert. Seit 2018 ist sie Lehrbeauftragte am Hasso-Plattner-Institut und seit 2020 sie Gastwissenschaftlerin an der TU München (Munich Center for Technology in Society) und am TUM Center for Digital Public Services. 2024 war sie Mitglied der Bund-Länder-Reformkommission „Zivilprozess der Zukunft“. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Recht der Digitalisierung, Daten(schutz)recht, Medienrecht und IT Sicherheitsrecht mit zahlreichen Aufsätzen, Kommentar- und Handbuchbeiträgen.

Zu dieser Vortragsveranstaltung lade ich Sie im Namen der Potsdamer Juristischen Gesellschaft sehr herzlich ein. Nach dem Vortrag findet wie immer ein Umtrunk mit einem kleinen Imbiss statt, der Gelegenheit zum Austausch geben soll.

Gäste sind zu unseren Vortragsveranstaltungen willkommen – bitte geben Sie die Einladung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Bettina Leetz

Übersicht der Gebäude des Hasso-Plattner-Instituts:

Thema: Vorträge | Kommentare (0)

Werden demokratische Handlungsmöglichkeiten als Waffe gegen die demokratische Ordnung genutzt?

Donnerstag, 9. Juli 2026 19:30

Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den Vorgängen in Thüringen?

Jörg Hopfe, Erfurt
Direktor beim Thüringer Landtag

Die nächste Vortragsveranstaltung der Potsdamer Juristischen Gesellschaft findet am

Donnerstag, den 09. Juli 2026, 19:30 Uhr,

im Brandenburger Landtag,
Alter Markt 1, 14467 Potsdam

zum Thema

Werden demokratische Handlungsmöglichkeiten als Waffe gegen die demokratische Ordnung genutzt? Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den Vorgängen in Thüringen?

statt.

In den letzten zehn Jahren erhalten politische Kräfte zunehmend Zulauf, die nach Einschätzung der Verfassungsschutzbehörden der freiheitlich demokratischen Grundordnung und ihren Institutionen kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. Sie erringen bei Wahlen verstärkt Mandate. In Thüringen sind sie mittlerweile zur zahlenmäßig stärksten politischen Kraft im dortigen Parlament avanciert und verfügen sogar über eine Sperrminorität. Die praktischen Auswirkungen – teilweise mit Langzeiteffekt – für die Volksvertretung, aber auch für die Justiz und damit für die verfassungsmäßige Ordnung sind unübersehbar. Sie müssen Mahnung sein, das Prinzip der wehrhaften Demokratie stets aufs Neue mit Leben zu erfüllen.

Jörg Hopfe studierte Rechtswissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main und war dort am Institut für Rechtsvergleichung als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Rechtsanwalt wechselte er Anfang 1991 in die Verwaltung des Thüringer Landtags, um die Arbeit des Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschusses und seines Unterausschusses juristisch zu begleiten. Nach langjähriger Tätigkeit als Leiter der Zentralabteilung und zugleich stellvertretender Direktor ist er seit Mitte 2019 Direktor des Thüringer Landtags. Er war Mitautor und –herausgeber des ersten Kommentars zur Thüringer Verfassung von 1994 und ist Mitautor und -herausgeber des Folgekommentars von 2023.

Zu dieser Vortragsveranstaltung lade ich Sie im Namen der Potsdamer Juristischen Gesellschaft sehr herzlich ein. Nach dem Vortrag findet wie immer ein Umtrunk mit einem kleinen Imbiss statt, der Gelegenheit zum Austausch geben soll.

Gäste sind zu unseren Vortragsveranstaltungen willkommen – bitte geben Sie die Einladung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Bettina Leetz

Thema: Vorträge | Kommentare (0)

Nachruf

Donnerstag, 21. Mai 2026 17:43

Die Potsdamer Juristische Gesellschaft trauert um Dr. Holger Matthiessen.

Tief betroffen mussten wir am 20.05.2026 die Nachricht von seinem plötzlichen Ableben zur Kenntnis nehmen. Wir verlieren in ihm nicht nur den stellvertretenden Vorsitzenden der Potsdamer Juristischen Gesellschaft, sondern zu allererst einen großartigen Menschen, der sich kompetent, freundlich und mit vollem Einsatz seinen vielfältigen Aufgaben widmete. Mit seiner ruhigen und interessierten Art setzte er neue Impulse und unterstützte so die Potsdamer Juristische Gesellschaft seit seiner Wahl 2024.

Wir werden ihn in ehrender Erinnerung behalten.

Bettina Leetz

Vorsitzende der Potsdamer Juristischen Gesellschaft

Thema: Sonstiges | Kommentare (0)

K.-o.-Tropfen, Deepfakes und Co. – Brauchen wir Änderungen im Sexualstrafrecht?

Dienstag, 12. Mai 2026 18:30

Diskussionsveranstaltung mit Dr. Stefanie Hubig,
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Berlin

Einführung: Dr. Susanne Claus

12. Mai 2026, 18.30 Uhr

Universität Potsdam, Campus III – Griebnitzsee, Hörsaal 3.06.H05

Flyer_Sexualstrafrecht

Thema: Vorträge | Kommentare (0)

Der kurvige Weg zum Gesetz

Donnerstag, 26. März 2026 19:30

Der Gesetzgebungsprozess aus der Sicht der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen, Vorzüge und Hindernisse, zeitlichen Abläufe und Optimierungsmöglichkeiten

Ministerialdirektorin a. D. Gabriele Nieradzik

Die nächste Vortragsveranstaltung der Potsdamer Juristischen Gesellschaft findet am

Donnerstag, den 26. März 2026, 19:30 Uhr,

in der Bibliothek des Verwaltungsgerichts Potsdam,
Friedrich-Ebert-Straße 32, 14469 Potsdam

zum Thema

Der kurvige Weg zum Gesetz – Der Gesetzgebungsprozess aus der Sicht der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen, Vorzüge und Hindernisse, zeitlichen Abläufe und Optimierungsmöglichkeiten

statt.

Der gesetzliche Rahmen für den Prozess der Gesetzgebung steht fest, doch wie sieht die Gesetzgebungspraxis konkret aus? Auf die folgenden Fragen werden Antworten zu geben sein: Welchen Einfluss haben Vorgaben aus der EU? Wie läuft die Abstimmung innerhalb der Bundesregierung, mit dem Bundesrat und mit dem Deutschen Bundestag? Unter welchen Bedingungen arbeiten die Beamtinnen und Beamten in den Ministerien? Lässt sich die Legistik optimieren und könnte gar Bürokratie abgebaut werden?

Gabriele Nieradzik war zunächst 28 Jahre Richterin im Land Berlin, unterbrochen durch zwei Abordnungen in die Senatsverwaltung für Justiz: zwei Jahre war sie als Persönliche Referentin der Justizsenatorin Prof. Dr. Jutta Limbach und später drei Jahre als Leiterin des Projektes Justizreform tätig. 2006 wurde sie zur Vizepräsidentin des Landgerichts Berlin ernannt, ab 2009 amtierte sie als Präsidentin des Amtsgerichts Schöneberg. 2016 wurde ihr das Amt der Präsidentin des Landgerichts Berlin übertragen. Ab 2019 folgten zwei Phasen der Tätigkeit als Abteilungsleiterin in Bundesministerien: Drei Jahre war sie Leiterin der Abteilung Rechtspflege im Bundesjustizministerium und später ein Jahr Leiterin der Abteilung Verfassungsrecht / Verwaltungsrecht im Bundesinnenministerium. In diesen Funktionen war sie intensiv mit Aufgaben der Gesetzgebung und der Klärung staatsorganisationsrechtlicher Fragen befasst.

Zu dieser Vortragsveranstaltung lade ich Sie im Namen der Potsdamer Juristischen Gesellschaft sehr herzlich ein. Nach dem Vortrag findet wie immer ein Umtrunk mit einem kleinen Imbiss statt, der Gelegenheit zum Austausch geben soll.

Gäste sind zu unseren Vortragsveranstaltungen willkommen – bitte geben Sie die Einladung in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Bettina Leetz

Thema: Vorträge | Kommentare (0)